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Pink Power Gap oder Mütter in der Teilzeitfalle

Stellen Sie sich Anna vor: Sie leitet seit Jahren ein erfolgreiches Team, ist Mitglied der Geschäftsleitung und bringt Ergebnisse, Ideen und Engagement ein. Nach der Geburt ihres Kindes reduziert sie ihr Arbeitspensum auf 70 %.

 

Plötzlich muss sie sich anhören:

  • Führung in Teilzeit? Das funktioniert nicht.

  • Geschäftsleitungsaufgaben unter 80 %? Unvorstellbar.

 

Willkommen in der Teilzeitfalle! Trotz ihres Könnens und ihrer Erfahrung bekommt sie weniger Verantwortung und wird seltener in strategische Entscheidungen eingebunden. Ihre Karriere stagniert. Sie ist nicht weniger fähig, aber die Kultur und Struktur des Unternehmens setzen Grenzen. 

Hinzu kommt auch noch der gesellschaftliche Druck: 

  • Arbeitet sie mehr als 50%, gilt sie schnell als Rabenmutter.

  • Arbeitet sie weniger oder gar nicht, wird sie als faul, konservativ oder Helikoptermutter abgestempelt.

Dieses Dilemma zwischen Erwartungen, Rollenbildern und Unternehmensstrukturen ist ein zentraler Treiber des Pink Power Gap. Studien zeigen: Frauen in Teilzeit werden in ihrer Karriere systematisch gebremst. Was vielen leider nicht bewusst ist: dies ist ein kulturelles, kein fachliches Problem!

 

Die Lösung wäre auf dem Papier so einfach:

✅ Flexible Modelle, die Verantwortung und Führungsaufgaben auch unter 80 % ermöglichen

✅ Fokus auf Ergebnisse statt Präsenz

✅ Kulturwandel, der Teilzeit nicht als Hindernis, sondern als Chance begreift

✅ Gesellschaftlicher Diskurs, der Rollenklischees aufbricht

 

Karriere, Familie und Selbstbestimmung müssen kein Widerspruch sein. Doch dazu müssen wir die Märchen von Vereinbarkeit und Stereotypen endlich entzaubern.

 

Spoiler: Verschiedene Studien zeigen, dass Unternehmen mit Frauen in Führungsfunktionen und -gremien neben anderen Vorteilen eine bessere finanzielle Performance aufweisen. Aber mehr dazu in einem anderen Beitrag. 

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