
Aus aktuellem Anlass: Frauenfussball und was wir davon lernen können
In einer aktuellen SRF Doku wird eine spannende Studie der norwegischen Forscher Ragna Stalsberg und Arve Vorlang vorgestellt: Sie untersuchten, wie gross ein Fussballfeld oder ein Goal im Männerfussball sein müsste, damit Männer – unter Berücksichtigung biologischer Unterschiede – gleich viel leisten, wie Frauen.
Denn Frauen spielen auf denselben Feldern, mit denselben Regeln – und bringen aus diesem Grund die deutlich grössere Leistung.
Besonders berührend fand ich die Aussage von Tamara Biedermann (Goalie bei BSC YB), die in der Doku betont, dass sie keine anderen Bedingungen zum Fussballspielen möchte, als die Männer.
Nicht gleiche Bedingungen fordern, sondern für gleiche Leistungen dieselbe Anerkennung erhalten. Genau DAS ist Gleichstellung!
Was können wir in der Businesswelt davon lernen?
Auch wir Frauen in der Arbeitswelt wünschen uns keine "angepassten Spielfelder". Wir wollen gleiche Anerkennung, gleichen Respekt – für die gleiche Leistung.
Leider ist das noch lange nicht überall Realität. Frauen müssen sich in vielen Bereichen mehr beweisen, mehr leisten, um weniger Anerkennung zu erhalten. Und genau das muss sich ändern.
Ich finde es super, dass solche Inhalte im öffentlichen Fernsehen eine Plattform erhalten – und vielleicht trägt die Frauen-EM ja dazu bei, dieses Bewusstsein weiter zu schärfen.
In diesem Sinne:
Hopp Schwiz! Und viel Freude beim Anfeuern – Frauenfussball ist Hochleistungssport und verdient dieselbe Anerkennung wie Männerfussball. Punkt.